Dienstag, 3. Mai 2022

MaliCrew goes Kramp Run

...fühlt sich doch eigentlich alles noch gut an, stell ich fest. Und sind ja eigentlich auch nur noch zwei Runden, versuch ich mir einzureden. Noch zweimal hier vorbei, noch zweimal um diese steile Kurve rum, die echt Kraft kostet. Noch zweimal die langgezogene Start/Zielstrecke und zweimal noch die kleine Gasse runter, nach diesem Zick-Zack Weg, wo man aber runterwärts trotzdem arbeiten muss. Noch zweimal das lange Stück an der Regnitz entlang. Noch zweimal durch diese geniale lautstark anfeuernde Menschenmenge. Zweimal noch vorbei an diesem krass gut gelaunten Kerl im gelben Shirt der hier Mucke macht, der einem richtig die Sporen gibt. Zweimal noch durch die Menge auf der Start/Zielstrecke "bleib dran Bayreuther!" ruft's von irgendwoher. Zweimal noch am Stimmungsnest an der Verpflegungsstation vorbei "Yeah! MaliCrew!" ruft's von irgendwo anders her. Das Wasser lass ich heute mal aus. Könnte Seitenstechen geben oder mir auf die Sonnenbrille spritzen, da hab ich keine Lust drauf. Denn eigentlich fühlt es sich doch noch gut an. Aber von vorne.
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Kramp Run Bamberg
Rundenlaufen trainieren
Anfang der Woche ging es noch etwas ruhiger zu. Dienstag Lauftreff, eine Runde mit der MaliCrew, etwas über 10km, das taugt. Mittwoch dann aber nochmal nach Thiergarten runter, drei Runden schnell. Auch gut. Donnerstag Pause und am Freitag letzter Formcheck vor dem Kramp Run. Nochmal nach Thiergarten und wieder drei Runden, 6km schnell. Auch alles gut. Man das könnte echt was werden... Aber man redet ja nicht drüber, ich hab das Talent sonst irgendwas zu beschreien. Und das will man ja vermeiden 😊. Wir verlassen die Nähe zur Quelle des Roten Mains und fahren los, in Richtung der Regnitz. Schnell noch ein Selfie von oberhalb der Hutablage durchs Auto machen und in die Gruppe schicken "we're on the way to bamberg". On the way to Kramp Run. Dauert nicht lange und die anderen geben ebenfalls bescheid, dass sie gesund und munter, sowie gut gelaunt auf dem Weg sind. Wir kommen an und treffen uns im perfekten Timing zum parken in der Tiefgarage. Kurz noch auf einen Besuch zu Michael und Ulrike, derb Gastfreundlich die beiden. Warten auf die anderen. Und irgendwann müssen wir letztendlich dennoch los, auch wenn die Couch auf jeden Fall mal bequemer ist als das, was noch kommt. Aber erstmal bleibt's gemütlich, 2,5km sind es zu Fuß zum Start. Das passt. Schön an der Regnitz entlangschlendern, etwas Sonne, ein paar Wolken. Traumhaft. Nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Wind, perfektes Laufwetter. 
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Team MaliCrew beim Kramp Run Bamberg
Von weitem hört man schon die Musik und ist von 0 auf 100, sofort in Stimmung. So viele Leute hat man lange nicht mehr gesehen, nicht bei Läufen zumindest. Das ist wieder alles sehr normal, endlich. Noch dreimal das Vereinsheim besuchen um sich zu erleichtern, auch wieder normal, endlich. Das MaliCrew Kollektiv sammelt sich zum letzten Austausch von Nervosität, gegenseitigem pushen und obligatorischem Prestart-Fistbump, sowie dem jeweils anderem viel Spaß und Erfolg wünschen. Einreihen im Starterfeld. Micha sagt mir des öfteren wo ich mich einreihen soll, dabei such ich verzweifelt nach Roland. Und finde ihn irgendwann. Ich wage es, mich dort mit hinzustellen. Um 14:15 zählt der Mann am Mikro runter. 10,9,8,3,2,1, hey das war zu schnell. Aber egal, ab geht der Peter. Dauert nicht lange und Roland ist etwa 20 Meter vor mir. Aber ich versuch dennoch so gut es geht ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Dass ich nicht rankommen werde, ist klar. Aber zumindest etwas mitgehen will ich heute schon. Gleich ein leichter Anstieg nach dem Start, klappt gut. Der kommt aber noch dreimal. Danach die kleine Gasse runter und rechts um an der Regnitz entlang. Das Stück zieht sich ein wenig, bietet aber gute Stimmung am Streckenrand. Am Ende eine recht steile Kurve, kostet Kraft aber ist machbar, denn kurz davor steht lautstark anfeuernd der legendäre Kerl mit dem gelben Shirt und macht Mucke. Wieder langgezogen geradeaus, vorbei an der klatschenden Menge, die die Läufer pushen geht es in Runde zwei. Die erste der vier 2,5km langen Runden läuft gut, auch die zweite kann ich Roland noch nicht allzuweit entfernt sehen und meine Pace gut halten. Wenn auch ich mittlerweile mal wieder allein unterwegs bin. Warum passiert mir das immer 😂? 30 Meter vor mir keiner, und hinten hör ich auch keinen, dreh mich kurz um, ja ist auch ein Stück zum nächsten. 
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Happy im Ziel zu sein. 
Das ist irgendwie seltsam und hart. Aber das Feld zieht sich nunmal auseinander, und wenn mal keine/r da ist, läuft man eben für sich selbst. Und gegen die Uhr. Das coole am Kramp Run ist aber, dass, obwohl Rundenlaufen nicht jedermanns Sache ist (meine ja eigentlich auch nicht unbedingt 😀), es nicht langweilig wird. Die Stimmung an der Strecke ist genial, die Organisation super gestaltet. Musik an vielen Ecken und viele Menschen die einen anfeuernd durch die langen geraden Tragen. In der letzten Runde war Roland dann weg, kein Kraut dagegen gewachsen. Froh im Ziel zu sein war ich dennoch.  Am Ende kam ich mit 37:31 als 18ter ins Ziel und konnte in meiner Altersklasse sogar dritter werden. Mit dem Team haben wir auch wieder gut was gerockt: Platz drei geht schwer in Ordnung. Vielleicht haben wir das dem krass gut gelaunten Typ mit dem gelben Shirt und der Mucke zu verdanken? Er hat sicher, wie viele andere auch, dazu beigetragen dass das alles gut gerollt ist. Wir kommen auf jeden Fall wieder. Aber jetzt erstmal sehen wohin es als nächstes geht, wenn es wieder heißt: MaliCrew goes....

Samstag, 23. April 2022

Was blüht denn da am Wegesrand?

Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Was blüht denn da am Wegesrand?
Micha als Radbegleitung
Heute standen 14km nüchtern an. Ich hab schon lange keinen Nüchternlauf mehr gemacht. Alleine wollte ich nicht los, also hab ich Micha gefragt ob er Bock hat mitzukommen. Der hatte schon seine Ballereinheit hinter sich und kam dann auf eine entspannte Radrunde mit. Auch cool 😉. Anfangs sehr windig und grau, kam später die Sonne raus und wir haben das alles mehr als genossen. Es kam endlich wieder das Gefühl auf, dass der Frühling da ist. Und mit ihm auch die Farbe am Wegesrand und auf den Wiesen. Beim Laufen kann man seit einer Weile schon wieder allerhand gelbe, violette, oder weiße Blüten sehen. Wenn ich nach oben in die Bäume, oder nach unten auf den Boden sehe, dann freut es mich jedes Jahr, wenn alles wieder zu blühen beginnt. Nach der Winterruhe füllt sich die Welt dann wieder mit Leben. Daher kam mir heute auch die Idee, mal einen Post zu machen, in dem es darum geht, welche Pflanzen man im Frühling denn beim Laufen so sehen kann. Fangen wir mal im Wald an. 

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Buschwindröschen bedecken den Waldboden
Wenn das Blätterdach des Laubwalds noch nicht steht, kommt ausreichend Licht auf den Waldboden und lässt einiges an Frühjahrsblühern sprießen. Da gibt es zum Beispiel, oft in großer Zahl, die Buschwindröschen. Mit ihren weißen Blütenteppichen können sie große Flächen des Waldbodens überziehen, sind manchmal aber auch nur Stellenweise zu sehen. Aber auch wenn Buschwindröschen schick aussehen, sollte man nicht unbedingt dran naschen. Die Pflanzen enthalten einen leichten Giftstoff, der bei Berührung des Pflanzensafts Rötungen, Juckreiz oder gar Blasenbildung hervorrufen kann. Braucht man nicht im Hals...

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Die Schlüsselblume
Als nächstes gäbe es da die Schlüsselblume. Die erkennt man sehr leicht an Ihren schönen gelben Blüten. Der Blütenstand, wie der Name schon sagt, erinnert irgendwie an einen Schlüsselbund. Gerade zur Osterzeit drehen Schlüsselblumen auf. Denn sie blühen von März bis Mai. Sie trifft man eher am Wegrand oder in Gräben an, auf Wiesen wird sie wegen der teils zu intensiven Nutzung leider schon seltener und wird verdrängt. Im Wald kommt sie nur vor, wenn die Beschattung nicht zu stark ist, denn die Schlüsselblume braucht Licht. Sie mag es eher mager. Im Garten kommt die Pflanze also gut an, solange man nicht Dünger herumspielt, was man ohnehin vermeiden sollte 😉.

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Veilchen sind Raupenfraßpflanzen
für die Raupen des Kaisermantels
Von gelb zu violett: Veilchen kann man von März bis April beobachten. Schon früher war die Heilwirkung der Pflanzen bekannt. Gegen Kopfschmerzen, Sehstörungen, sowie auch zur Kräftigung des Herzens und gegen Fieber wurden Veilchen eingesetzt. Es gibt viele Veilchenarten, einige von ihnen, darunter das raue Veilchen, oder das Märzveilchen, dienen dem Kaisermantel als Raupenfraßpflanze. Wer also im Frühjahr im Kiefernwald unterwegs ist, und am Boden Veilchen sieht, sollte im Sommer zurückkommen. Dann sind die schönen Schmetterlinge vielleicht zu sehen. Denn die Falter legen Ihre Eier im Spätsommer in die Rinde von Kiefern und Fichten ab, die Raupen schlüpfen und überwintern versteckt in der Rinde, bevor sie im Frühjahr zum Boden kriechen und auf Veilchensuche gehen.

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Blätter zerreiben, Duft genießen
Die Knoblauchsrauke kommt auch im Frühjahr zum Vorschein. Auch sie ist für Schmetterlinge wichtig. Als Raupenfraßpflanze dient sie, wie auch viele andere Kreuzblütler, vor allem den Weißlingen wie dem Aurorafalter und dem Grünader-Weißling. Auch als eine der ersten Nektartankstellen ist sie für viele Insekten wichtig. Beim Waldlauf oder am Straßenrand, die Konblauchsrauke kommt an vielen Standorten vor. Die Knoblauchsrauke wird auch Lauchkraut oder Knoblauchhederich genannt. Der Name ist Programm, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, kommt einem der Genussgeruch von Knoblauch entgegen 😍.

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Scharbockskraut: gut gegen Skorbut 😉
Das Scharbocksraut kann man auch schon sehr früh, ab März bis in den Mai, beobachten. In Wäldern und an Wegrändern blüht es uns beim Laufen entgegen, aber auch im Garten kommt es vor. Wenn der Boden feucht ist, hat man auch auf Wiesen gute Karten, denn es mag feuchte Böden. Auch das Scharbockskraut spielt bei der Naktarsuche für viele Insekten eine wichtige Rolle und sollte daher nicht als Unkraut angesehen werden. Früher hatte man Scharbockskraut auf Seereisen dabei, denn es enthält viel Vitamin-C und half gegen Skorbut. Der Name Scharbockskraut leitet sich daher von Scharbock ab, was eine alte Bezeichnung für Skorbut ist.

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Hat viele Namen: das Wiesenschaumkraut
Das Wiesenschaumkraut sieht man von April bis in den Juni am blühen. Die Pflanze mit den rosafarbenen Blüten trifft man gerne auf feuchten Wiesen an. Es ist, neben der Knoblauchsrauke, die wichtigste Raupenfraßpflanze für den Aurorafalter und auch ein wichtiger Nektarlieferant für Insekten. Der Name des Wiesenschaumkrauts kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Denn die Larven der Wiesenschaumzikade bilden aus dem Pflanzensaft ein Schaumnest in welchem sie sich, eingehüllt und vor Fressfeinden geschützt, entwickeln. Das Wiesenschaumkraut hat auch eine Vielzahl an Trivialnamen wie zum Beispiel Wasserkraut, Kiewitsblome, Gauchblume oder Muttertagsblume

Es gibt also einiges zu sehen auf unseren Wiesen und in unseren Wäldern. Und das waren nur einige der Pflanzen die mir heute beim Lauf begegnet sind. Wenn man ein wenig auf seine Umgebung achtet, sieht man auch noch viel mehr. Das geht aber meist nur bei entspannten Laberläufen, wie dem heute eben. Vielleicht sollte ich die Samstagsnüchternläufe wieder vermehrt ins Programm aufnehmen 😊.

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Schnüffeln an der Knoblauchsrauke

Montag, 11. April 2022

Obermain (Halb)Marathon in Staffelstein

StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Obermain Marathon Bad Staffelstein
Micha und ich waren zufrieden, als wir am Donnerstagabend unsere letzte Bahneinheit vor dem Obermain Marathon beendet haben. 400-800-1000-800-400. Nichts riesiges, aber auch nicht zu wenig. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Alles irgendwo schön mittendrin. "Wie hast du dich heute gefühlt?" fragte er... "Weiß nich, eigentlich gut', aber irgendwie nervt der Wind, was meinst du wie es am Sonntag wird?"... "genau so...". Und er wird wohl Recht behalten. Das Wetter ist gut gemeldet: Bewölkt mit gelegentlich Sonne. Und pünktlich zum Frühjahr kommt auch der Winter wieder zurück, mit 2-3 Grad. Aber das passt alles zum laufen. Nur der Wind der angesagt ist, machte mir ein wenig Sorgen. Man muss es trotzdem so nehmen wie es kommt. "Wir werden sehen was geht". Micha machte ohnehin den Marathon. Mit um die 650hm hatte er auch einiges mehr vor als ich, er sieht das aber mehr als Vorbereitung auf den Zermatt Marathon. Ich wollte eher Richtung HM-PB gehen. Da konnte ich keinen Wind brauchen. Die Strecke ist schön, mit Blick auf den Staffelberg und auf Kloster Banz, da musste Micha überall hoch. Ich konnte unten bleiben und mir die Aussicht nach oben "in Ruhe" ansehen😊. Zwei Tage Pause noch und dem Körper gar eine Runde Regeneration gönnen. Dann klingelte am Sonntag um 05:30 Uhr auch schon der Wecker. Viki war schon wach und stand als erste auf. Neee ich hab noch zehn Minuten. Aber irgendwann rief das Frühstück. Müsli, what else? Dazu Tee. Noch nen Haferriegel für alle Fälle eingepackt und wie ausgemacht um 06:30 Uhr stand Micha vor der Tür, los gings. Die A9 hoch und erstmal vor lauter labern die Ausfahrt verpassend, waren wir dann irgendwann doch auf dem richtigen Weg. Die A70 rüber und dann noch ein wenig Landstraße nach Staffelstein. Das Wetter spielte mit und hielt echt gut. Wir hatten Bock. In Staffelstein noch kurz einen Parkplatz suchen und dann die anderen treffen. 
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Obermain Marathon Bad Staffelstein
MaliCrew goes Obermain Marathon
"MaliCrew goes Obermain Marathon". Da wussten wir noch nicht, dass wir das fünftgrößte Team bilden werden. Sehr cool. Wir waren auf allen Distanzen vertreten, einige bei den 12,5km, einige beim halben, und beim ganzen hat Micha allein die Fahne hochgehalten. Der verließ uns um 08:30 Uhr Richtung Kloster Banz auf seine 42,2km. 15 Minuten später waren wir dran den halben zu laufen und der Rest von uns lief um 09:00 Uhr auf die 12,5km Strecke. Startschuss und ab! Die ersten Kilometer führten mich schön flach nach Schönbrunn und von dort aus weiter vorbei am Schönbrunner See nach Reundorf, wo die ersten Stimmungsnester waren. Die Lochbetonplatten am Main entlang waren die erste kleine Herausforderung die es zu bewältigen galt. Etwas Konzentration kann man da schon mitbringen, wenn man sich nicht ausbremsen lassen will 😉. Die Strecke sollte abwechslungsreich bleiben. Sehr schön, soll ja nicht langweilig werden. Kurz nach Reundorf konnte ich zwei andere einholen, mit denen ich mitlaufen wollte. Die hatten in etwa mein Tempo und zu dritt läuft's sich besser als allein. Also liefen wir das eine ganze Weile zusammen. Rauf über die Brücke nach Grundfeld holte uns dann der Marathonführende ein. Ein bisschen hielten wir uns ran und wollten ein Stück mitgehen. Aber das tat nicht allzu gut und kostete unnötig Körner. Der Mann war nicht zu holen. Wer 42,2km und 650hm in einer Durchschnittlichen 3:57er Pace zurücklegt und damit gerademal 02:46:39 auf den Marathon braucht...: Krasser Typ! Und kurz nach Grundfeld spürten wir auch den gemeldeten Wind aus Westen. Der haute teils gut rein und kostete Kraft. Das ging dann einige Kilometer so. Die Pace ging etwas nach unten und der Laktatspiegel etwas nach oben. Merkte man. Aber wir hielten, inzwischen nur noch zu zweit, das Tempo möglichst aufrecht und zogen uns gegenseitig die kleinen Anstiege hoch bis es wieder dankbar nach Unterzettlitz nach unten ging. Der Wind kam noch leicht schräg entgegen und zehrte an den Nerven, aber ich war auf dem besten Weg meine PB zu verbessern. Das gab dann doch etwas Motivation. Permanent auf Kurs 1:22:xx. Fragte sich nur ob das gut geht, denn die Beine wurden langsam schwer. 
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Obermain Marathon Bad Staffelstein
Vorbei am Mittelsee
Gegen Ende musste ich aber irgendwann etwas rausnehmen. Der letzte Kilometer am Mittelsee vorbei, durch den Kurpark, so schön wie es dort auch ist, kostete nochmal ordentlich Kraft und war etwa 15 Sekunden langsamer als die vorherigen. Und der hat mir dann auch die paar Sekunden auf eine Sub 1:23:00 gekostet, die mein Traumziel gewesen wäre. So "schnell" kanns gehen 😉. Als ich dann aber durchs Stadion ins Ziel lief und da 1:23:06 auf der Uhr stand, waren mir diese sieben fehlenden Sekunden absolut Rille, was sind schon sieben Sekunden auf 21,1km? Klar, ist irgendwie ärgerlich. Aber egal welche Zeit man läuft, sowas sollte doch auch irgendwo jammern auf hohem Niveau sein, oder? Platz 11 gesamt und Platz 4 in der AK machten die paar Sekunden locker weg 😀. Auf den 12,5km kam die Crew im Team bei Frauen und Männern jeweils auf Platz 3. Da ging heute für alle was. Der Lauf war genial, neue PB erreicht und ich freute mich erstmal auf die Therme, die wir MaliCrewler alle noch aufsuchen sollten. Der Eintritt ist mit Startnummer frei, was man dem Lauf damit, neben der tollen Organisation, auch noch hoch anrechnen kann. Denn was gibt's besseres zum runterkommen und zur Regeneration als erstmal schön in der Therme zu chillen? Und was machen wir jetzt mit dem ganzen Training der letzten Wochen? Da ist schon noch was in Planung. Diesmal aber mal wieder 10 km. Dann heißt es am 01.Mai "MaliCrew goes Kramp Run". Den nehmen wir safe noch mit. Und bis dahin stehen sicher auch noch ein paar Bahneinheiten an.

StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Obermain Marathon Bad StaffelsteinStadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Obermain Marathon Bad Staffelstein

Mittwoch, 30. März 2022

Fotoshooting, Winterlaufserie 3.0, Streckencheck,

StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Fotoshooting mit Florian Maßen
Foto: Florain Maßen

"Hoffentlich sind wir nicht zu spät dran. Ich befürcht' fast, dass die Sonne schon zu hoch steht". Flo machte sich ein wenig Gedanken wegen dem Licht. Im Gegenlicht zu fotografieren bringt bekanntermaßen 'nen echt tollen Look. "Das passt, wir gehen eh ein Stück nach oben die Straße rauf, dann haut das safe hin". Oben an der Straße angekommen hatte ich mich zum Glück nicht geirrt. Die Sonne stand perfekt, nicht zu weit oben, nicht zu tief. Genialer Morgen. Flo baute alles auf. Es war recht schattig und leicht windig, aber das konnte man gut aushalten. Viki machte den Anfang und lief als erste ein paar mal durch die Kamera, danach wechselten wir uns ab. Mal sie, mal ich, mal beide. Die Gegend hier oben in Schreez ist eine sehr coole Location für genau sowas. Wir brauchten endlich mal vernünftige Laufbilder, fernab von Selfies und Handyfotos. Und dafür war Flo genau der richtige. Ohnehin wollten wir das schon länger mal machen. Diesmal hat's dann recht spontan endlich geklappt. Und spontan ist ja, wie man weiß, meist am besten. 
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Fotoshooting mit Florian Maßen
Foto: Florian Maßen
An verschiedenen Locations auf den Straßen und im Wald hatte ich irgendwann schon knapp 12.000 Schritte auf der Uhr stehen, und das nur durchs rennen, vorbei an der Kamera. Da brauche ich heute eigentlich nicht mehr laufen gehen, dachte ich 😁. Zwei Stunden Fotografie, zwanzig Garmin Aktivitätsminuten, und einige tausend Auslösungen später, war dann auch schon alles im Kasten. Das Shooting machte extrem Spaß. Mir, Viki, und Flo natürlich auch. Was er sonst noch so in Sachen Fotografie treibt, hat er im übrigen äußerst schick in einer Galerie auf seiner Website florianmassen-photographie.de zur Schau gestellt. Ein Besuch lohnt sich! Auf Instagram findet man ihn selbstverständlich auch 😊. Und was hat sich in den letzten Tagen und Wochen noch so gelohnt? Werfen wir mal nen Blick auf die MaliCrew Winterlaufserie, die sich einen Tag später dem Ende entgegen neigte.
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | MaliCrew Winterlaufserie
Endspurt zur MaliCrew Winterlaufserie
Der dritte und letzte Lauf war fällig, und der gestaltete sich bei allerbester Allgemeinstimmung unter den Läuferinnen und Läufern, sowie wiedermal allerbester Organisation sehr nice. Dazu: Sonne und nur minimalst bewölkt. Bis auf stellenweise echt fiesen Wind also alles in allem beste Bedingungen. Start war wie gewohnt um 09:30 Uhr. Wie gehabt die festgelegte Runde: Von der Uni runter zum Röhrensee, die Treppen hoch auf den Uni Highway und am Ende den Ring hoch und wieder zurück zur Uni. Etwas wellig, mit leichten Anstiegen aber auch dankbaren Bergabpassagen. Diesmal 20km das ganze Brett. Ein bisschen gute Gesellschaft tut angesichts der Tatsache, dass viermal die gleiche Strecke zu laufen war, und das nicht sooo mein Fall ist, echt gut, also hab ich mir Runde zwei und drei mit Olli geteilt und wir liefen unsere Kilometer teils redend, teils schweigend, aber immer genießend, nebeneinander her. Zum Schluss dann durchs Ziel rennend, etwas weiter und den halben noch gar vollmachend, waren es am Ende nach 21,1km 1:27:50h auf der Garmin. Damit bin ich sehr zufrieden, denn die Strecke ist nicht allzu eben und der Wind konnte einem echt hart aufs Gemüt schlagen. Ich sehe das als sehr schöne zusätzliche Vorbereitung zum
StadtLandWald Laufblog Laufen in Bayreuth und anderswo | Fotoshooting mit Florian Maßen
Foto: Florian Maßen
Halbmarathon in Bad Staffelstein. Mittlerweile kenne ich die Strecke dort auch: Letzten Sonntag war ich mit Roland zum Longrun in Staffelstein unterwegs, er war mein Travelguide, denn er kennt die Route. Die ist sehr schön und hat hier und da genauso ein paar leichte Anstiege zum bezwingen. Lässt sich alles aber dennoch gut laufen. Nicht unbedingt die schnellste Piste, aber sicher auch nicht die langsamste. Ich lass mich überraschen. In der Vorbereitung hat ja bis jetzt soweit alles gut ausgesehen. Nächste Woche Sonntag ist es dann soweit und wenn der Wind die Beine stillhält, kann das eine sehr schöne Nummer werden: vorbei am Schönbrunner See, um Staffelstein herum, ein Stück am Mittelsee entlang und durch den Kurpark. Von der MaliCrew werden einige an der Startlinie stehen. Über die 12,5km, den Halben und bis zum Marathon sind wir bei jeder Distanz vertreten. Flo gönnt sich auch den halben, und lässt die Kamera (vielleicht) zuhause...