Sonntag, 28. November 2021

Zwangspause überwunden?

Die letzten beiden Wochen waren Lauftechnisch eher schlecht als recht. Keine richtige Motivation und auch keine gute Form, das Laufen fühlte sich sehr merkwürdig an. Irgendwie schien alles wie weggeblasen. Beim letzten Lauf doch etwas gut gemeint? Zuviel Stress und Hektik momentan? Irgendwas nicht richtig gut auskuriert? Impfreaktion? Ernährung? Ich denke, da kam in letzter Zeit  eben einfach mal so einiges zusammen. Mein Körper wollte wohl  mal eine Pause und hat mir das auch klargemacht. 
StadtLandwald |Laufen in Bayreuth und anderswo | Das Laub raschelt unter den Füßen
Füße stillhalten?
Will auch gekonnt sein :D
Die bekam er selbstredend auch. Die Beine dann für einige Tage komplett stillzuhalten gestaltete sich aber doch als eher schwierig, doch was muss, muss. Ich nehme trotzdem aus der Situation definitiv etwas positives mit und werde mein Training entsprechend anpassen. Im Winter stehen jetzt wie geplant erstmal Grundlagenläufe an, um dann im nächsten Jahr eine gute Ausgangslage für das weitere Training zu haben. Bei Kälte und Eis Tempodauerläufe zu machen ist eh mit Vorsicht zu genießen: vereiste und teils ungestreute Gehwege, oder rutschige Waldpfade zwingen einen ja sowieso zum gechillten Laufen. Kurze Intervalle oder entspanntere Fahrtspiele, wenn es geht, passen da schon eher. Auch möchte ich mir mehr Zeit zum regenerieren gönnen. Vielleicht schon ein guter Vorsatz fürs neue Jahr? Ein paar Wochen mit gesteigerten Umfängen sind ja in Ordnung, nur sollte man seinen Laufumfang dann in Woche vier wieder reduzieren um seinem Körper die Möglichkeit zu geben, etwas runterzufahren. Beispiel: 60,70,80,40 km. Dann sinkt nebenbei auch das Risiko sich zu verletzen und man hat auch mal mehr Zeit für andere Dinge, denn die lauffreie Zeit habe ich natürlich sinnvoll genutzt. Dabei habe ich mir mal wieder ein paar Gedanken dazu gemacht, was ich hier auf dem Blog in Zukunft noch alles so umsetzen kann. Es nimmt schon langsam Form an und wird im nächsten Frühjahr wohl auch zu sehen sein. Man darf also gespannt sein, was kommt. Natürlich schweben mir wie gesagt noch mehr Projekte vor, die ich hier verwirklichen möchte. Aber alles zu seiner Zeit 😊. 
StadtLandwald |Laufen in Bayreuth und anderswo | Langer Lauf am Sonntag durch den Wald
Waldlauf am Sonntagmorgen
Zurück zum Wesentlichen. Nach meiner Zwangspause stand heute die erste lange Einheit auf dem Plan, denn den langen Sonntagslauf wollte ich doch nicht sausen lassen, also habe ich mit Micha die umliegenden Wälder unsicher gemacht und wir haben etwas über einen Halbmarathon gedreht. 

Der Lauf  hat sich dann nach vier bis fünf Kilometern Eingewöhnung auch wieder gut und richtig angefühlt, sehr zu meiner Freude natürlich. Allerdings ist nicht zu unterschätzen wie schnell man Muskulatur abbauen kann, wenn man nichts macht: hintenraus wurden die Beine nämlich dann doch etwas schwer. Die Bäume sind leider schon eine Weile nicht mehr so bunt gefärbt und alles wirkt wieder kahl und leer. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man, meiner Meinung nach, beim Waldlauf noch am besten den Kopf freibekommt. Die Ruhe und die Entspanntheit, die die Natur verstreut sind im Gegensatz zum Verkehr in der Stadt die absolute Wohltat. Keine Hektik, kein Stress, entspanntes Wohlfühltempo, alles gut. Neulich waren wir Nachts im Wald laufen, auch das hatte richtig Charme, man muss aber Vorsichtiger sein und mehr darauf achten wo man hintritt. Die Stadt ist in Sachen Flair bei Nacht jedoch auch nicht zu unterschätzen. Die Lichter in den Gassen, oder der Duft der Restaurants haben ihren ganz eigenen Reiz. Gelenkschonender ist aber immernoch der Wald. Fernab vom Asphalt auf unebenen Boden macht man auch noch was mit für die Fußmuskulatur. Kurz gesagt: Macht Euer Lauftraining abwechslungsreich und bunt. Dann ist fürs Auge, für den Kopf und den Körper alles dabei. 
StadtLandwald |Laufen in Bayreuth und anderswo | In der Wilhelminenaue Bayreuth lag der erste Schnee des Jahres
Der erste Schnee lädt ein
Im übrigen ist die Tage der erste Schnee gefallen und bringt Vorfreude auf die Winterläufe. Im Herbst raschelt das Laub unter den Füßen und im Winter knirscht der Schnee. Hier bei uns ist der Himmel im Winter zwar eher selten blau, aber wenn, dann hat man in der Gegend um den Sophienberg eine grandiose Sicht aufs Fichtelgebirge. Wenn dann noch Schnee liegt: ein Traum. Kein Grund also im Winter die Laufschuhe an den Nagel zu hängen und auf den rettenden Frühling zu warten. Sicher gibt's auch bei Euch genügend Ecken, an denen die Aussicht im Winter mindestens so schön ist, wie im Sommer. Und zu denen es sich zu laufen lohnt.

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