Sonntag, 23. Januar 2022

Von Aussichten und Winterlaufserien

"F*** so weit wollte ich eigentlich gar nicht" dachte ich mir am Freitagabend, als merkte, dass ich noch gut 5-6km nach Hause hatte. Würden also knapp 20 werden, wo ich doch eher so 15km geplant hatte. Da war ich grade auf Höhe der Uni in Bayreuth, wusste aber schon vorher, dass meine Rechnung diesmal nicht so wirklich aufgehen sollte. Wohl einfach leicht verplant. Im Endeffekt hat es aber dermaßen Spaß gemacht und es lief bis dahin einfach zu gut und zu rund, um mich schon nach 8 km auf den Heimweg zu machen. Die Beine machten sich jedoch bereits bemerkbar, das war wohl unter anderem auch den Intervallen vom Vortag geschuldet 😊. 
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Umwege lohnen sich...
... manchmal
Aber was macht man nicht alles aus Spaß an der Freude und guter Laune beim Laufen. Wenn ich mir rückwirkend so überlege, ich hätte schon eher kehrt gemacht, hätte ich mir allerdings die Rundumsicht auf Bayreuth in der Spätabenddämmerung entgehen lassen müssen. So im Halbdunkel sieht von der Anhöhe des Panoramawegs alles eben nochmal besser aus, als bei Tag. Das kann man auf Fotos oft nicht ganz so festhalten, aber ich hab versucht alles aus meiner kleinen GoPro rauszuholen was drin war 😀.  Nach der Uni geht es bis nach Hause fast nur noch über Anstiege, die Beine waren wie gesagt eigentlich schon müde und ich befürchtete fast, bei der MaliCrew Winterlaufserie, die heute begonnen hat, mit matschigen Beinen am Start zu stehen. 

Am Samstag also ausgeruht und die Beine stillgehalten, nur ein paar Übungen für Rücken und Co.. Heute Morgen aufgestanden und ein Müsli gegönnt, danach noch etwas auf der Couch entspannt und fertig gemacht. Micha holte uns kurz vor neun ab. Wie immer pünktlich. Schon im Start/Zielbereich das erste "Yeah". Es war zwar kein öffentlicher Lauf, etwas Wettkampfgefühl kam aber dennoch auf. Schick organisiert mit Verpflegung und Musik ist das die perfekte Einstimmung auf die anstehende Saison. 10km waren heute angesagt. Insgesamt gibt es drei Läufe über 3 Monate. Der nächste im Februar mit dem Hauptlauf über 15km und der dritte im März über 20km. Eine 5km Runde die dann entsprechend 2x, 3x, und 4x gelaufen werden muss. Ich hatte mir vorgenommen so grob Richtung 40 Minuten zu kommen, wenn's länger dauern würde, auch nicht so wild. Es setzte etwas Regen ein, der der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Leichter Niesel, ein paar Grad über Null und dazu gut gelaunte MaliCrewler, waren ganz ordentliche Voraussetzungen für ein tolles Event. Startschuss war um 09:30 Uhr und wir setzten uns in Bewegung. Endlich ging's los. Das warten war schon ne Qual, aber jeder kennt das 😀. Die Runde verlief von der Uni 2km bis runter zum Röhrensee, von da über ein paar Treppen rauf den Unihighway, der einem außenstehendem wohl nichts sagt, Bayreuthern aber gut bekannt ist. Weiter 1,5km geradeaus über einen leichten Anstieg, nach dem man es dankbarerweise mit einer folgenden Senke wieder etwas rollen lassen konnte. Die Treppen vorher forderten schon ein paar Körner. Bei sowas am besten nicht allzulange aufhalten, sondern kurz und schmerzlos rauf und dabei ein paar Stufen überspringen. An der Uni vorbei durch einen kleinen Trailabschnitt, leicht rutschig aber auch machbar. Dann nochmal 1,5km bis zum Wendepunkt im Start/Zielbereich und das ganze nochmal von vorne.  

Unser kleines Starterfeld hat sich relativ schnell auseinandergezogen und Roland, der immer gut 100-200m vor mir zu sehen war, war einfach nicht einzuholen. Auf den letzten beiden Kilometern hab ich ihn leider gar nicht mehr gesehen. Nur war es da ja nicht mehr allzu weit, also konnte ich das noch gut durchziehen. Sowas kann dann aber schon etwas nagen, da man nur noch gegen sich selbst läuft und der "Hase", der einen zieht, einfach fehlt. Im Wettkampf mit mehreren hundert Teilnehmern ist aber eigentlich sicher immer jemand dabei an den man sich ranhängen kann, dann ist es auch für den Kopf etwas leichter. Von daher war das heute auch ein gutes Training für die psychische Ausdauer (ja, man sollte auch die, und nicht nur die physische trainieren😉), gerade auf den letzten Kilometern. Im Ziel war ich sehr happy mit der Zeit und dass ich die 10km bereits nach 38:50min passiere, wäre mir am Freitagabend, als alles unterhalb der Hüfte Matsch zu werden schien, noch nicht eingefallen. Scheinbar habe ich aber bis jetzt in der Vorbereitung alles richtig gemacht, bis Bad Staffelstein sind es ja noch 3 Monate und die Winterlaufserie hat gerade erst angefangen. Ich darf aber bestimmt auch noch das ein oder andere mal vom Panoramaweg einen Blick auf Bayreuth werfen.

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Schöne Aussichten für 2022?


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