Die Fichte

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Fichtenzapfen hängen nach unten

Die Fichte ist ein Baum der Taiga und unter natürlichen Umständen bei uns nicht anzutreffen. Als man im späten Mittelalter aus Landwirtschafts – und Bautechnischen Gründen weitestgehend alle heimischen Buchen und Eichenurwälder abgeholzt hatte, musste man im großen Stil wieder aufforsten, was sich bis heute leider erhalten hat. Die Fichte wächst sehr schnell und kam einst einigermaßen gut mit unserem Klima zurecht, was Sie für die Forstwirtschaft zum klaren Sieger dieses Problems machte. Fichtenwälder sind eigentlich Plantagen und keine Wälder, sie werden alle 80 – 100 Jahre geerntet und ihr Holz wird zum größten Teil als Bauholz und für die Papierindustrie verwendet. Diese Monokulturen, in denen letztendlich auch die Vegetations- und Tierartenvielfalt leidet, haben große Nachteile. Immer wenn vom großen Waldsterben die Rede ist, sind meist diese Fichtenplantagen gemeint, da sie starke und anhaltende Hitze nicht vertragen. Sie vertrocknen und ziehen den Borkenkäfer an, der in großer Zahl erscheint und in diesen Artenarmen Plantagen leichtes Spiel hat. Auch tragen diese Art der Wälder durch ihre Nadelstreu zu einer Bodenversauerung bei, was ein späteres Aufforsten mit Laubbäumen erschwert. 
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Fichtenmonokulturen gibt es
leider immernoch zu Hauf
Mittlerweile hat man aber die Schäden, die dieser Baum nach sich zieht erkannt und viele Gemeinden und Kommunen versuchen zumindest durch gezielte Anpflanzung von Laubbäumen wieder Mischwälder herzustellen. Einige wenige Forstwirtschaften halten sich ganz aus den Wäldern heraus, die einst aufgeforstet wurden, um der Natur ihren Lauf zu lassen (Hartz, Bayerischer Wald,...) , was auf lange Sicht gesehen das Beste ist. Zu guter Letzt aber noch ein Tipp, die jungen Fichtentriebe, welche man zwischen Mai und Juli ernten kann, sind wahre Vitamin-C Bomben. Man kann sie unbehandelt essen oder einen leckeren Tee aus ihnen kochen.




Text: Sebastian Kimpel - Instagram: sk_trunkart