Der Ahorn

Der Ahorn ist bei uns häufig anzutreffen, in kühlen Laubmischwäldern, an Waldrändern, in Schluchten, Auen oder gepflanzt in Gärten und Parks fühlt er sich zu Hause. Seine Verbreitung reicht, je nach Art, über weite Teile Europas. In Nord und Westeuropa ist er fehlend. Durch seine 5 - lappig - gebuchteten Blätter ist der Ahorn leicht erkennbar und doch ist er sehr vielfältig in seiner Erscheinung, daher werden die drei wichtigsten Arten hier einzeln aufgeführt.


➤ Der Feldahorn
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Der Feldahorn

Der Feldahorn ist der kleinste seiner Art, er wird maximal 15 Meter hoch und bis zu 150 Jahre alt. Seine Borke ist graubraun bis dunkelbraun, sie bleibt lange glatt und reißt im Alter in regelmäßige rechteckige Felder, sie blättert kaum ab. Die 3 – 5 lappig, gebuchteten Blätter haben einen glatten Rand und laufen rundlich zu, oberseits sind sie dunkelgrün matt, unterseits etwas heller, die Hauptnerven sind behaart. Sie können bis zu 10 cm groß werden. Blütezeit ist Mai, die Bestäubung erfolgt durch Bienen und andere Insekten. Fruchtreife ist im September und Oktober. Der Feldahorn wurde früher „Maßholder“ genannt. Dies leitete sich vom Gebrauch als Speisebaum ab, die Blätter wurden früher wie Sauerkraut gegessen.


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Der Spitzahorn mit seinen
charakteristisch spitz zulaufenden Blättern.
➤ Der Spitzahorn

Der Name beschreibt die charakteristisch spitz zulaufenden 5-lappig, gebuchteten Blätter, welche an jedem Lappen mehrere Spitzen haben. Oberseits sind sie sattgrün glänzend, unterseits heller und schwach behaart. Sie erreichen eine Größe von bis zu 20cm. Der Spitzahorn kann eine Höhe von 25 Metern und ein Alter von 150 Jahren erreichen. Seine Borke ist grau bis schwarzbraun, sie bleibt lange glatt, erst im Alter bildet sich ein feines längsrissiges Netz. Die Borke blättert nicht ab. Blütezeit ist im April und Mai, die Bestäubung erfolgt ebenfalls durch Bienen und andere Insekten. Fruchtreife ist im Oktober. Das zug- und druckfeste Holz eignet sich ausgezeichnet für den Bogenbau.

➤ Der Bergahorn

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Der Bergahorn

Der Bergahorn ist wohl der „Zäheste“ seiner Art, er kann eine Höhe von 40 Metern und ein Alter von bis zu 500 Jahren erreichen. Auch kommt er als einziger seiner Art auf bis zu 1700 Metern Höhe vor, daher wohl auch der Name. Seine Borke ist silbergrau bis graubraun und reißt in mittelgroße Schuppen, welche sich lösen und eine orangebraune Fläche hinterlassen. Die 5-lappig, gebuchteten Blätter laufen spitz zu und sind am Rand grob gesägt, oberseits sind sie dunkelgrün und kahl, unterseits matt und behaart. Sie sind bis zu 20cm groß. Blütezeit ist von April bis Mai, die Bestäubung erfolgt durch Bienen und andere Insekten, Fruchtreife ist von September bis Oktober

StadtLandWald | Laufblog, Laufabenteuer, Lauftraining, Wettkämpfe | Laufen in Bayreuth und anderswo | Der Ahorn | Text: Sebastian KimpelDie Samen und Keimblätter des Bergahorn enthalten giftige Aminosäuren die bei Verzehr beim Menschen schwere Vergiftungen hervorrufen können. Die Verbreitung jedes Ahorn erfolgt über die geflügelten Samen, welche, wie ein Rotorblatt wirken und vom Wind weit getragen werden können. Kinder haben ihre helle Freude an ihnen, kann man sie doch in der Mitte teilen und sie sich als Horn an die Nasenspitze kleben.







Text: Sebastian Kimpel - Instagram: sk_trunkart