Die Tanne

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Die Nadeln der Tanne sind abgerundet
und stechen nicht
Die Weißtanne gehört seit jeher zu unserer Kulturlandschaft und bildete mit Buchen und Eichen unsere einstigen Urwälder. Als immergrüner Baum kann sie bis zu 50 Metern hoch und 500 Jahre alt werden. Ihre Rinde ist glatt und hellgrau, was ihr den Namen Weißtanne einbrachte. Im Alter wird die Borke rissig – rau und verfärbt sich bräunlich. Die Nadeln der Tanne sind bis zu 3 cm lang, flach, oberseits dunkelgrün und an der Spitze stumpf. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“. Die Art blüht im April und wird vom Wind bestäubt. Auch die Verbreitung der Samen geschieht durch den Wind. Die weiblichen Blüten befinden sich nur im Kronenbereich. Die Zapfen stehen aufrecht. Anders als Fichten und Kiefern vermag es die Tanne ihre Wurzeln senkrecht und tief auch durch verdichtete und sauerstoffarme Böden zu treiben. 
Da die Tanne auch mit trockenen Sommern gut zurecht kommt, wird sie wohl das immer wärmer werdende Klima gut verkraften können
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Die Zapfen der Tanne
stehen aufrecht
Leider ist die Tanne unsere schadstoffempfindlichste heimische Baumart und auch ihre Sämlinge werden von Rehen und Hirschen sehr geschätzt, was sie leider seltener macht. Das Holz der Tanne harzt nicht und ist ein geschätztes Bauholz. Es wird für Fenster, Türen und Fußböden verwendet. Die antimikrobiellen ätherischen Öle dienen für Einreibungen und Balsame. Leider hält sich eine Fehlinformation immer noch hartnäckig in unserem Geiste. Es geht um den Tannenzapfen, den man im Wald unter den Nadelbäumen findet. Leider lernen dies auch meine Kinder in der Schule und auch in so manchen Fachbüchern findet man diese Beschreibung. Was wir hier aber finden ist in den meisten Fällen ein Fichten oder Kiefernzapfen. Die Zapfen der Tanne zerfallen vollständig am Baum, was übrig bleibt ist lediglich die Zapfenspindel, daher können wir auch niemals einen Tannenzapfen finden.




Text: Sebastian Kimpel - Instagram: sk_trunkart